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Magie erlernen - eine Hexenschule in 52 Wochen

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Henochisch - die mächtige Sprache der Magie

June 6, 2017

Im 16. Jahrhundert erfolgte die Niederschrift der sogenannten Sprache der Engel durch den Mathematiker, Astrologen und Alchemist John Dee und sein Medium Edward Kelly. Henochisch ist eine Lautsprache, ergänzt durch Symbole, die jeweils für spezifische Urkräfte stehen, repräsentiert durch die Engel oder Genien. Vom Golden Dawn übernommen, fand Henochisch Einzug in magische Praktiken und Systeme, vorzugsweise in Kreisen des LHP (Left Hand Path - Pfad der Linken).

Die Macht des Klanges

Das biblische "Am Anfang war das Wort" zeigt die Bedeutung des Henochisch ansatzweise auf: Gott sprach und schuf auf diese Weise die Welt. Das göttliche Wort, nun nicht mehr in religiöser Hinsicht, ist etwa mit Schwingung gleichzusetzen. In magischer Weise von Menschen genutzt ist dies als Klang zu verstehen, der in Resonanz zu den mächtigen Urschwingungen steht. Die henochische Sprache bildet den Schlüssel dazu.

Henochisch in der magischen Praxis

Henochisch ist eine universelle Sprache. Um die komplexen Kräfte systematisch darzustellen, nutzten Dee und Kelly eine magische Tafel - die Tabula Sancta. Sie enthält in einer speziellen Anordnung neben den henochischen Siegeln die Planeten, die vier Elemente sowie den Geist oder Äther als fünftes Element, welches die anderen in sich vereint. Die vier Elemente werden auch als Wachtürme bezeichnet und sind zugleich Bestandteil der universellen, göttlichen Hierarchie. Ihnen sind verschiedene Wesenheiten zugeordnet, die Engel oder Cherubim, sowie deren Zuständigkeiten.

Weiterhin sind durch Dee Texte in Henochisch überliefert - die henochischen Rufe oder Schlüssel. Sie kommen in Ritualen und Anrufungen zum Einsatz. Aleister Crowley nutzte sie für seine Arbeit mit den Äthyren. Durch ihn und Thelema erlangte die henochische Magie weitere Bekanntheit. Die Äthyre sind die Sphären des Seins, wobei der erste Äthyr dem universell Göttlichen am nächsten ist. Zugleich stellen sie Abgründe dar, die der Magier in seiner Entwicklung zur im LPH angestrebten Göttlichkeit überwinden muss - auch in sich selbst. Sie sind seine und des Göttlichen dunkle, verborgene Aspekte, daher auch die Bezeichnung dunkle Magie.

Der dunkle Weg zur Göttlichkeit

Seine Arbeiten hat Crowley unter anderem in seinem Werk "Liber CDXVIII, Die Vision & Die Stimme" dokumentiert. Grundlegende Informationen finden sich in "Die Henochische Magie nach Dr. John Dee" von Michael Eschner. Kurt C. Krause galt ebenfalls als einer der wenigen versierten Magier unserer Zeit, die des Henochisch mächtig waren, unter anderem anschaulich nachzulesen in "Enochian Magick".

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